home Beiträge Soziales Die Arbeiterwohlfahrt Göttingen feiert Richtfest ihres Neubaus  · 

Die Arbeiterwohlfahrt Göttingen feiert Richtfest ihres Neubaus

Sendung: Mittendrin [Redaktion]
Autor: Melanie Große
vom 28.06.2017 (bisher gehört: 241 | gelesen: 434)
Dauer: 03:21 Minuten

Kein Richtfest ohne Segen – so soll sicher gestellt werden, dass der Neubau der Arbeiterwohlfahrt Göttingen auch unter einem guten Stern steht. Noch dauert es bis zur Fertigstellung, gefeiert wurde nun aber trotzdem schon einmal. Alle Einzelheiten darüber, was für die Tagesstätte der Abteilung Trialog vorgesehen ist, hat Melanie Große für das StadtRadio zusammengetragen.

mp3
Lade Player...
Dieser Beitrag wird Ihnen präsentiert von Syndicat IT & Internet.
Noch ist das neue Gebäude der AWO nicht fertig (Bild: Melanie Große)
Die Tagesstätte Trialog hat Richtfest gefeiert (Bild: Melanie Große)

Manuskript

Text

Die Kiesseestraße in Göttingen darf einen neuen Nachbarn begrüßen. Das dreistöckige Gebäude der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Göttingen der Abteilung Trialog hat die Hälfte der Bauarbeiten geschafft. Der Kranz am Dachgiebel symbolisiert das Richtfest und Geschäftsführer Michael Bonder und Vorsitzende Dagmar Freudenberg stoßen mit allen Beteiligten an. Abteilungsleiter Josef Mörz erklärt, weshalb es nötig sei Einrichtungen wie diese zu fördern:

 

O-Ton 1, Josef Mörz, 29 Sekunden

„Wir können sagen, dass durch den demographischen Wandel wir ganz viele psychisch erkrankte Menschen haben, die älter werden. Wir haben auch viele Menschen, die älter sind und dadurch psychisch erkrankt sind oder Krankheitsformen von einer Demenz bekommen. Auch die sind nicht sehr gut versorgt. Deswegen sind Möglichkeiten der Betreuung und der Wohnung und der Tagesstrukturierung einfach Aufgaben der Stadt Göttingen und für uns Wohlfahrtsverbände, da Plätze anzubieten.“

 

Text

In dem Gebäude sind verschiedene Einrichtungen geplant, um den Betroffenen je nach Bedürfnis Unterstützung in ihrem Alltag zu gewähren. Mörz weist daraufhin, dass dabei nicht nur ausschließlich die ältere Generation Hilfe erhalte, auch wenn der Fokus sich auf sie richte. Das Platzkontingent mache verschiedene Aufenthalts- und Wohnformen möglich.

 

O-Ton 2, Josef Mörz, 32 Sekunden

„Also wir machen hier eine Tagesstätte für psychisch erkrankte Menschen, die älter geworden sind mit 20 Plätzen. Wir haben eine barrierearme Wohngemeinschaft mit drei Leuten, weil wir auch die soziale Isolation vermeiden wollen. Wir haben zwei Vierer-WGs und zwei Appartements und eine Wohngemeinschaft für zwei Plätze. Das ist ebenfalls für ältere Menschen angedacht. Wir denken aber auch, dass wir vier bis sechs Plätze für Menschen bereitstellen wollen, die traumatisierende Erlebnisse in ihrem Leben gehabt haben.“

 

Text

Mörz spricht außerdem an, dass es schwierig für Menschen mit einer psychischen Krankheit und geringem Einkommen sei, eine geeignete Wohnung zu finden. Auch da will die AWO Unterstützung leisten. Um Projekte wie den Neubau zu finanzieren, spiele natürlich auch immer Geld eine Rolle:

 

O-Ton 3, Josef Mörz, 16 Sekunden

„Das ganze Gebäude kostet 2,7 Millionen Euro. Das ist sehr viel Geld. Wir versuchen das natürlich uns über Pauschalen und Mieteinnahmen zu refinanzieren. Wir sind aber sehr optimistisch, weil wir denken, dass die Nachfrage sehr hoch sein wird.“

 

Text

Die richtige Betreuung und Pflege der Bewohner stellt die Hauptaufgabe dar. Dazu wird logischerweise Personal benötigt. Viele neue Arbeitsplätze entstehen durch die Einrichtung jedoch nicht, da einige Mitarbeiter lediglich einen Standortwechsel vornehmen und weiterhin in ihrem Fachgebiet arbeiten. Um alle Bereiche abzudecken, fehle dem Trialog noch ein Fachgebiet, so Mörz:

 

O-Ton 4, Josef Mörz, 16 Sekunden

„Also wir wollen sowohl Wohnen anbieten und wir wollen gute ambulante Betreuung machen. Gleichzeitig suchen wir auch Kooperationspartner aus der Pflege, weil ältere Menschen brauchen auch körperliche Pflege und psychiatrische Pflege. Da suchen wir noch Kooperationspartner, die mit uns zusammen arbeiten wollen.“

 

 

Text

Es sind noch einige Schritte, die auf die AWO zukommen werden, die größte Arbeit hat sie jedoch hinter sich gebracht. Seit Anfang des Jahres laufen die Bauarbeiten der gerontopsychiatrischen Tagesstätte und mittlerweile werden schon die ersten Gespräche über Plätze in der Wohngemeinschaft geführt.

Zur Verfügung gestellt vom StadtRadio Göttingen

Dieses Manuskript ist urheberrechtlich geschützt und darf nur für private Zwecke benutzt werden. Jede andere Verwendung (z.B. Mitteilung, Vortrag oder Aufführung in der Öffentlichkeit, Bearbeitung, Übersetzung) ist nur mit Zustimmung der Autorin bzw. des Autors zulässig. Die Verwendung für Rundfunkzwecke bedarf der Genehmigung des StadtRadio Göttingen.
 

 
Hosting und Streaming von Syndicat