home Redaktion Nachrichten Göttinger Studentenwerk hat sich zur Kritik an Ausstellung "Geschmackssache" geäußert  · 

Göttinger Studentenwerk hat sich zur Kritik an Ausstellung "Geschmackssache" geäußert

Geschrieben von Julia Kleine
Datum: Mittwoch, 08. November (08.11.2017)

Das Göttinger Studentenwerk hat sich heute öffentlich zu den Sexismus- und Antisemitismusvorwürfen gegen die mittlerweile beendete Ausstellung „Geschmackssache“ geäußert. Neben der Kritik an den Frauen- und Männerposen der Bilder von Künstlerin Marion Vina hatte vor allem das Titelbild der Ausstellung für Kritik gesorgt, das den jüdischen Nobelpreisträger Albert Einstein als Schwein zeigt. Dazu der Geschäftsführer des Studentenwerks, Jörg Magull: „Alle Beteiligten haben in dem Bild den Menschen Einstein mit seinem Humor und Wortwitz gesehen, nicht den Physiker und nicht den Juden Einstein. Antisemitische Vorwürfe sollten durch die Bilder der Ausstellung nicht vermittelt werden und gehören auch sonst nicht zu unserem Repertoire.“ Gleichzeitig betonte Magull, dass sowohl er als auch die Künstler jederzeit gesprächsbereit gewesen wären und die öffentliche Debatte ohne jede Rücksprache erfolgt sei. Es wäre schade, wenn das Studentenwerk in einem universitären Umfeld, das sich der Aufklärung verpflichtet fühlt, satirische Kunstausstellungen, die auch provozieren können, nicht zeigen könne, so Magull. Er stehe auch nach der Ausstellung fest zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Nach dem Antisemitismusvorwurf hatte die Künstlergruppe am vergangenen Freitag die gemeinsame Entscheidung getroffen, alle 45 Bildmotive abhängen zu lassen.

Das Titelbild der Ausstellung, Albert Einstein als Schwein. (Bild: Tina Fibiger)
Die Bilder von Marion Vina, der Sexismus vorgeworfen wird. (Bild: Tina Fibiger)
Das Studentenwerk/Kulturbüro und die Künstler. (Bild: Tina Fibiger)
"Geschmackssache" (Bild: Tina Fibiger)
Anzeigen
Luenemann
set & more
goetel
puk-minicar
 
Hosting und Streaming von Syndicat