Verbände kritisieren Vorschläge zu FFH-Gebieten
Die Vorschläge der Verwaltung des Landkreises Göttingen für ein Sicherungskonzept der FFH Gebiete sind bei den Göttinger Umweltverbänden auf Kritik gestoßen. Eine entsprechende Stellungnahme präsentierten heute die Biologische Schutzgemeinschaft sowie der BUND und der NABU in Göttingen. Für die Verbände sagte Uwe Scheibler gegenüber dem StadtRadio, unter anderem richte sich das Vorgehen der Verwaltung nach rein wirtschaftlichen Kriterien. Das europäische Recht sehe aber naturschutzfachliche Kriterien vor. Für eine seiner Aufgaben entsprechenden Umsetzung habe der Landkreis weder die finanziellen Mittel noch das Personal. Die Entwicklung des Konzeptes sei weit hinter dem Zeitplan her, so Scheibler. Nun müssten die Flächen erst einmal nach ökologisch funktionalen Überlegungen abgegrenzt werden. Anschließend müsse über passende Maßnahmen und ein Minimum an entsprechenden Vorschriften beraten werden. Das Ergebnis müsse praktikabel für den Bewirtschafter und für die Verwaltung kontrollierbar sein. Die 19 FFH Gebiete und das Vogelschutzgebiet Untereichsfeld seien europaweit außerordentlich seltene Lebensräume mit ebenso seltenen Tier- und Pflanzenarten.




