Über 60.000 Euro für UMG-Forschung zu seltenen Hirntumoren bei Kindern
Die Kinderkrebsstation der Universitätsmedizin Göttingen hat erneut eine große Spende vom Verein Menschen für Kinder e.V. erhalten. Mehr als 60.000 Euro fließen in ein Forschungsprojekt, das neue Therapieansätze für besonders aggressive Hirntumoren bei Kindern entwickeln soll. Der Verein unterstützt die Arbeit der UMG damit bereits im zehnten Jahr; insgesamt sind in dieser Zeit über 613.000 Euro zusammengekommen. Das Geld kommt der Forschung zu sogenannten H3K27M-mutierten diffusen Mittelliniengliomen zugute. Diese Tumoren entstehen meist im Hirnstamm, lassen sich nicht operieren und sprechen kaum auf herkömmliche Therapien an. Ziel des UMG-Teams ist es, gezielte Kombinationstherapien zu entwickeln, die an molekularen Schwachstellen der Tumoren ansetzen und langfristig wirksamer sind. Die aktuelle Spende finanziert unter anderem eine halbe Postdoktorandenstelle, die das Projekt vorantreiben soll. Die Forschenden betonen, dass gerade bei diesen seltenen, aber fast immer tödlichen Tumoren dringend neue Behandlungsmöglichkeiten gebraucht werden. Der Verein Menschen für Kinder sammelt seine Mittel unter anderem über eine jährliche große Fahrradtour. Allein in diesem Jahr kamen dabei mehr als 260.000 Euro zusammen, die an verschiedene Kliniken verteilt werden.