Geschrieben von Julia Kleine
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Mehr als 5.100 Beschäftigte im Landkreis Göttingen profitieren von der Erhöhung des Mindestlohns auf 9,19 Euro pro Stunde. Durch das Lohnplus wird in diesem Jahr zudem ein Wachstum bei der Kaufkraft von rund 1,3 Millionen Euro erwartet. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Analyse des Pestel-Instituts, das die regionalen Auswirkungen der Mindestlohnentwicklung untersucht hat. Für die Gewerkschaft ist der gesetzliche Mindestlohn aber auch nach der aktuellen Erhöhung zu niedrig. Selbst für eine Vollzeitkraft sei es extrem schwer, mit dem Mindestlohn klarzukommen. Gerade dann, wenn auch noch Kinder im Haushalt leben und die Mieten steigen, erklärte Katja Derer von der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Erst in einer Größenordnung von mehr als zwölf Euro pro Stunde werde die Lohnuntergrenze „langsam armutsfest“.