Göttinger Verkehrsbetriebe fahren ab Montag mit Notfallfahrplan
Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) müssen wegen des hohen Krankenstands bei ihren Fahrern ab kommenden Montag nach einem Notfallfahrplan fahren. Seit Anfang der Woche war es laut GöVB zu vermehrten Krankmeldungen gekommen, insgesamt sind nun 47 von rund 250 Busfahrern nicht dienstfähig. Auf einigen Linien kommt es deswegen zu Änderungen. Um den Schüler-, sowie den Berufsverkehr möglichst frei von Störungen zu halten, fahren die Linien 33 und 50 laut Notfallfahrplan nur noch im 60-Minuten-Takt. Außerdem entfallen die Linien 93 und S62 vollständig. Der hohe Krankenstand ist bereits seit mehreren Monaten ein Problem für die GöVB. Insbesondere die Zahl der langfristig Erkrankten liege extrem hoch, so Stephanie Gallinat-Mecke, Marketingleiterin der GöVB. In diesem Bereich seien jedoch schon Verbesserungen geplant: „In dem Zusammenhang sind wir schon dabei. Es gibt bei uns ein relativ umfangreiches Gesundheitsmanagement. Das heißt für uns, das wir da auf jeden Fall noch aktiver sein müssen beziehungsweise das weiter bewerben müssen, dass unsere Kollegen das machen. Und ansonsten zum Thema Krankheit kann man natürlich selber als Arbeitgeber schlecht vorbeugen. Das liegt auch leider an anderen Einflüssen, zum Beispiel daran, dass die Busfahrer natürlich auch mit sehr vielen Fahrgästen immer in Kontakt sind und sie sich dann natürlich nochmal schneller entsprechend anstecken.“ Die krankheitsbedingten Lücken seien auch nicht mehr mit Sonderschichten und Überstunden zu schließen. Die Zahl der Überstunden habe sich mittlerweile auf über 10.000 Stunden summiert.