Geschrieben von Roman Kupisch
Datum:
Für Mittwoch hat die Göttinger Fachschaft Medizin zu einer Demonstration aufgerufen. Sie fordert faire Arbeits- und Studienbedingungen während des Praktischen Jahres. Ein Haupkritikpunkt der Studierenden ist die in ihren Augen zu geringe Bezahlung während des Praktischen Jahres, das annähernd einer Vollzeitstelle gleiche. Derzeit liegt die Vergütung in Göttingen bei 400 Euro im Monat. Daher fordert die Fachschaft die Anhebung der Vergütung auf den BAFöG-Höchstsatz von 735 Euro im Monat. An die angehenden Mediziner stelle das Praktische Jahr aber laut Eric Twomey, dem Koordinator der Proteste, hohe Anforderungen, und das nicht nur aufgrund der Arbeitsbelastung: "Das ist eine Zwischenposition zwischen Student und Assistenzarzt kann man so sagen. Man ist zwar noch im Status des Studierenden, aber steht kurz vor dem letzten Staatsexamen der Medizin, auf das man sich natürlich auch vorbereiten muss. Man lernt einiges Neues dazu, die ganzen ärztlichen Fähigkeiten und auch die Verantwortung und das ist man natürlich in einem gewissen Spannungsverhältnis, weil man auf der einen Seite noch Studierender ist, aber auf der anderen Seite viel Leistung bringen muss und soll, weil das von einem auch häufig abverlangt wird auf der Station." Die Demonstration wird Mittwoch um 14 Uhr am Westeingang der Universitätsklinik Göttingen starten. Die Fachschaft Medizin rechnet mit ca. 200 bis 300 Teilnehmern. Die Demonstration findet im Rahmen des deutschlandweiten Aktionstags "faires PJ" statt. Zu diesem haben die Fachschaften aller 36 medizinischen Fakultäten aufgerufen.