Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Göttinger Grünen werfen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Diskriminierung psychisch Erkrankter vor. Hintergrund ist, dass ein neuer Gesetzentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz auch eine Neuregelung bei der Vergabe von Psychotherapieplätzen vorsieht. So soll vorab durch spezielle Diagnostiker die Notwendigkeit einer Therapie überprüft werden. Dass führe zu einer Stigmatisierung der Erkrankten, da diese sich anders als physisch Kranke, für einen Arzt- oder Therapeutenbesuch rechtfertigen müssten, kritisieren die Grünen. Schon jetzt müssten Betroffene durchschnittlich 19 Wochen auf einen Therapieplatz warten, was deutlich zu lange sei, bemängelt Stadtvorstandsmitglied Ronja Demel. Aus diesen Gründen solidarisieren sich die Göttinger Grünen mit einer bereits von mehr als 45.000 Menschen unterzeichneten Petition gegen den neuen Gesetzesentwurf.