Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die Göttinger Linken haben aufgrund des positiven Bilanzergebnisses der Sparkasse Göttingen, erneut gefordert, einen Teil des Gewinns im Interesse des Gemeinwohls an die kommunalen Kassen abzuführen. Viele Sparkassen in Deutschland, darunter auch in Niedersachsen würden dies praktizieren. Leider gelte dies nicht für den Umgang der Sparkasse Göttingen mit ihren Gewährsträgern Stadt und Landkreis. Auf die Frage, „wem gehört die Sparkasse eigentlich?“ wäre auch dieses Jahr keine Antwort aus Vorstandskreisen erfolgt. Gelegentliches Sponsoring und Verweise auf strengere Auflagen für Rücklagen würden nicht mehr ausreichen. Die Sparkasse Göttingen hätte in den vergangenen fünf Jahren das Eigenkapital und den "Fonds für allgemeine Bankrisiken" um rund 70 Millionen Euro aufgestockt und damit Aufsichtsanforderungen mehrmals übererfüllt, so die Linken. Die Öffentlichkeit hätte ein Anrecht zu erfahren, warum die Sparkasse im Gegensatz zu den Stadtwerken oder der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft weiterhin keinen Beitrag zum Haushalt leiste.