Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die südniedersächsischen Kreisverbände von BÜNDNIS90/GRÜNE aus Goslar, Göttingen und Northeim haben sich über die hohen Ausfallraten im regionalen Zugverkehr besorgt gezeigt. Pendler aus dem Südharz wären wegen mangelhaften Schienenersatzverkehrs und fehlenden Aufenthaltsmöglichkeiten in Herzberg und Kreiensen besonders von den vielen Zugausfälle betroffen. Die dortigen Zustände im Winter seien alarmierend und die Überbrückung von langen Wartezeiten in der Kälte unzumutbar. Der Personalnotstand der DB Regio Niedersachsen zeige sich offensichtlich, so die Göttinger GRÜNE Kreisvorsitzende Viola von Cramon. Dagegen sei das neue Ausbildungskonzept des Baden-Württemberger Verkehrsministers Winfried Herrmann vorbildlich, der gezielt Geflüchtete für den Beruf des Lokführers anwerbe und damit einen integrationspolitischen Beitrag für das Land leiste. Bei den Dutzenden von Zugausfällen in Niedersachsen handele es sich nicht um ein kurzfristiges Problem, das übergangsweise auftrete,“ so Julia Willie Hamburg, Sprecherin der GRÜNEN aus Goslar und Mitglied des niedersächsischen Landtags. Der Zustand der Bahn sei insgesamt nicht mehr tragbar. Die GRÜNEN fordern eine Verbesserung der Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch die Aufstockung der Entflechtungsmittel für die Schiene sowie Streckenreaktivierungen als Entlastung und Verbesserung der Reisequalität.