Geschrieben von Verena Pauer
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Die Göttinger Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Partei setzt sich für einen Gedenktag zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs ein. Zu der Veranstaltung am 1. September dieses Jahres will die Gruppe ehemalige Zwangsarbeiter unter dem NS-Regime, Angehörige und Hinterbliebene einladen. Auch Vertreter der Selbstorganisationen der Zwangsarbeiter aus den jeweiligen Heimatländern sollen eingeladen werden. Außerdem will die Kreistagsgruppe Gedenktafeln an den Orten im Landkreis aufstellen, an denen Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs stattfand. Laut Kreistagsgruppenvorsitzendem Eckhard Fascher sei es die letzte Möglichkeit noch lebende Betroffene nach Göttingen einzuladen. Nach Beginn des Krieges wurden circa 14 bis 15 Millionen Menschen aus den überfallenen Ländern zur Zwangsarbeit verpflichtet. Im Altkreis Göttingen ohne die Stadt Göttingen betraf das rund 18.000 Personen.