Göttinger CDU-Kreistagsfraktion fordert Einsatz von intelligenten Wildwarnsystemen
Die Göttinger CDU-Kreistagsfraktion hat den punktuellen Einsatz von intelligenten Wildwarnsystemen gefordert. Die Systeme sollen dabei helfen die nach wie vor hohe Zahl der Wildunfälle im Landkreis drastisch zu reduzieren. Die Zusammenstöße mit Wildtieren sind eine der häufigsten Unfallursachen in der Region. Die flächendeckend eingesetzten blauen Reflektoren zur Verhinderung von Wildunfällen seien nahezu wirkungslos. Das geht aus einer Studie der „Unfallforschung der Versicherer“ (UDV) hervor. Abhilfe soll nach Wunsch der CDU Kreistagsfraktion nun das „Wildwarngerät day&night“ schaffen. Dabei handelt es sich um akustische Sensoren, die am Fahrbahnrand platziert werden. Diese registrieren das Motor- und Reifengeräusch sich nähernder Fahrzeuge. Anschließend senden die Sensoren ein akustisches und optisches Warnsignal entlang der Straße. Tiere würden so vom Überqueren der Fahrbahn abgehalten. Bei Versuchsreihen des „Wildwarnsystem day & night“ in Österreich habe ein 90 prozentiger Rückgang von Wildunfällen ermittelt werden können. Mit Blick auf vergleichbare Pilotprojekte in Sachsen-Anhalt lassen sich die Kosten für das System auf circa 60.000 Euro schätzen. Dabei sei es in Sachsen-Anhalt auch gelungen den ADAC an den Kosten zu beteiligen. Kreisfraktionsgeschäftsführer Guido Schönberg regt zudem an, weitere Autoversicherer für eine Kostenbeteiligung zu gewinnen.