Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen beteiligt sich mit dem Vorhaben „Wortgeschichte digital“ an dem lexikographischen Großprojekt „Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache“. Das zukünftig zentrale Online-Wörterbuch der deutschen Sprache soll in Arbeitsstellen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften entstehen. Die Aufbauphase des ZDL wird zunächst für fünf Jahre mit zwei Millionen Euro jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Insgesamt sind vier deutsche Wissenschaftsakademien an dem Vorhaben beteiligt: neben Göttingen und Berlin als führendem Organ nehmen auch die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz an dem Projekt teil. Ziel des Unternehmens ist ein digitales Informationssystem, das den deutschen Wortschatz und seine Veränderungen beschreibt. Das ZDL wird der Öffentlichkeit unentgeltlich über eine Webplattform zur Verfügung stehen. Andreas Gardt, Präsident der Göttinger Akademie, soll das Göttinger Teilprojekt leiten, welches die Geschichte ausgewählter Wörter von 1600 bis zur Gegenwart darstellen soll. Dabei werden kulturell geladene Wörter wie zum Beispiel Freiheit, Glück und Heimat genau beschrieben, so Gardt.