Geschrieben von Johannes Meinecke
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Göttinger Forschern ist es gelungen, bei tauben Mäusen mit einem Virus ein fehlendes Gen in das Innenohr zu schleusen. Die ursprünglich tauben Mäuse konnten dadurch nachweislich wieder hören. Bei der Otoferlin-bedingten Taubheit fehlt das Protein Otoferlin, wodurch die Sinneszellen des Innenohrs keine Signale mehr an den Hörnerv weiterleiten können. Weltweit arbeiten Forscher an der Entwicklung einer Gentherapie für dieses Krankheitsbild. Circa eines von 1.000 neugeborenen Kindern wird taub geboren. Damit ist Taubheit die häufigste angeborene Sinnesbeeinträchtigung. Hörverlust konnte bisher nur mit Prothesen wie Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten behandelt werden. Die Forschungserkenntnisse sind das Ergebnis der Zusammenarbeit von UMG-Wissenschaftlern der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde mit dem Virusspezialisten Sebastian Kügler von der Klinik für Neurologie, sowie Forschern des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften.