Göttinger Forscher: Symbiose von Pflanzen und Pilz wirkt sich auf Ausbreitung von Pflanzen aus
Ein internationales Forscherteam mit Göttinger Beteiligung hat den Einfluss von Symbiosen auf Biodiversität analysiert. Die Symbiose von Pflanzen und Pilzen hat einen großen Einfluss auf die weltweite Ausbreitung von Pflanzenarten. Bei der Kolonisierung von Inseln durch Pflanzenarten spielen Faktoren wie Inselgröße, Isolation und geologische Entwicklung eine wichtige Rolle. Zusätzlich dazu ist die Interaktionen zwischen den Arten von Bedeutung. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass dabei der Symbiose von Pflanze und Pilz – der sogenannten Mykorrhiza – besondere Bedeutung zukommt. Beide Organismen tauschen über das Feinwurzelsystem der Pflanzen Nährstoffe aus. Der Pilz bekommt von der Pflanze Kohlenhydrate, die Pflanze Nährstoffe, die der Pilz aus dem Boden aufgenommen hat. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass komplexe Beziehungen zwischen unterschiedlichen Organismen entscheidend dafür sind, globale Diversitätsmuster zu verstehen und die biologische Vielfalt zu erhalten. Die Störung eines Interaktionspartners könne Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen und anfälliger für biologische Invasionen machen, so Patrick Weigelt aus der Abteilung Biodiversität, Makroökologie und Biogeographie der Universität Göttingen.