Geschrieben von Anja Würfel
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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zum internationalen Frauentag gerechte Löhne gefordert. Nach Aussagen der Gewerkschaft geht aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor, dass Frauen im Kreis Göttingen mit einer Vollzeitstelle durchschnittlich zehn Prozent weniger verdienen als Männer. In Bezug auf das Land Niedersachsen liegt der Verdienstunterschied bei 17 Prozent. Neben den oft niedrigen Positionen, die Frauen oft hätten, liege die Ursache dieser Lohnlücke an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Unternehmen, erklärte die NGG. Weil Frauen nach wie vor den größeren Anteil an der unbezahlten Arbeit in Familie und Haushalt übernähmen, würden sie häufig in Teilzeit arbeiten, was in der Folge zu Armutsrenten führe, so die Gewerkschaftssekretärin Anke Siedentop. Im Kreis Göttingen liege bei Frauen der Anteil bei Teilzeitstellen bei 71 Prozent. Deshalb fordert die NGG rechtliche Konsequenzen für Unternehmen, die unterschiedlich bezahlen. Siedentop kritisiert insbesondere, das das im vergangenen Jahr eingeführte Entgelttransparenzgesetz kaum genutzt werde und nicht für alle Betriebe greife.