Geschrieben von Johannes Meinecke
Datum:
Die Ratsgruppen aus Piraten/Partei und GöLinke/ALG haben für eine Veranstaltung zum Gedenken an ehemalige Zwangsarbeiter in Göttingen angeregt. Anlass sei der Weltfriedenstag am 1. September, an dem sich der Beginn des II. Weltkriegs zum achtzigsten Mal jährt. Man gehe heute von circa 6.000 Menschen aus, die zur Zwangsarbeit in Göttinger Betrieben und Privathaushalte verschleppt worden sind. Jeder zehnte Mensch sei damals Zwangsarbeiter gewesen. Laut Torsten Wucherpfennig biete eine Gedenkveranstaltung die Möglichkeit die letzten Zeitzeugen zu befragen. Gerade auch in Zeiten, in denen Geschichtsvergessenheit zu Tage trete und von rechtsnationalen Akteuren gefördert würde, sei das Gedenken wichtig. Der Antrag der Ratsgruppen beinhaltet auch das Anbringen von Gedenktafeln im Stadtgebiet. Diese sollen die Gedenksteine für die Zwangsarbeiter von Stadt und Universität ergänzen.