Göttinger Friedenspreis 2019: Einstweilige Verfügung gegen Mitglied der Jury gefordert
Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Vergabe des diesjährigen Göttinger Friedenspreises will ein Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Göttingen e.V. eine einstweilige Verfügung erwirken. Diese richtet sich gegen ein Jurymitglied der Dr. Roland Röhl-Stiftung Göttingen. Als Grund benennt der Antragssteller, dass er von dem Jurymitglied öffentlich der Verleumdung bezichtigt worden sei. Zuvor hatte das Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Göttingen e.V. einen offenen Brief der Organisation Jachad unterzeichnet. Dieser ist im Rahmen der Proteste gegen die Verleihung des Göttinger Friedenspreises 2019 veröffentlicht worden. Die Zivilverhandlung ist für den 24. April um 9:30 Uhr im Göttinger Landgericht angesetzt. Der Göttinger Friedenspreis ist dieses Jahr trotz zahlreicher Proteste an den Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ vergeben worden.