Geschrieben von Katharina Carle
Datum:
Der Vorstand des Kreisverbandes der Piratenpartei Göttingen spricht sich für die westliche Variante der SüdLink-Trassenführung aus. Diese soll westlich von Elliehausen und und Groß Ellershausen durch das Gebiet der Stadt Göttingen verlaufen. Die östliche Streckenführung lehne der Kreisverbandsvorstand ab. Damit widerspricht der Kreisverband einem interfraktionellen Antrag zur Ratssitzung am kommenden Freitag, welcher die westliche Variante ablehnt. Für die westliche Variante spricht für den Piratenkreisverband die Abwägung der Problemstellen, da TenneT auf der Ostseite 33 Knackpunkte ausgemacht hat, auf der Westseite jedoch nur 20. Auch die Bündelung von Belastungen spreche für die Westseite, da die Trasse dort durch bereits belastete Gebiete führen würde und nicht durch unbelastete Gebiete wie Naturschutzgebiete. Auch die Einschränkung städtischer Planungsfreiheit und die damit verbundene Eindämmung des Flächenverbrauchs durch die westliche Trassenführung befürworten sie. Des weiteren kritisierten sie die Stadt, da sie bei ihren eigenen Bauvorhaben auf die Einwände von Bürgern ungehalten reagiere, aber nun erwarte, dass die Bundesbehörde die von der Stadt vorgebrachten Interessen anders behandele. Zwar haben im November 2016 alle Ratsabgeordneten einstimmig eine Resolution gegen die westliche Trassenführung beschlossen, jedoch waren da noch nicht die Auswirkungen auf die Waldbestände, sowie Karst- und Naturschutzgebiete bekannt.