Betriebe im Landkreis Göttingen halten sich immer weniger an geltende Tarifverträge
Viele Betriebe im Landkreis Göttingen halten sich nur unzureichend an geltende Tarifvereinbarungen. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hervor. Nach Einschätzungen der NGG hält sich nur noch ein Teil der 8.100 Betriebe im Landkreis an Tarifverträge. Dies gelte insbesondere für solche mit wenigen Beschäftigten. Lediglich 26 Prozent der niedersächsischen Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern stelle demnach nach Tarifvertrag ein. Der Nachteil für die Mitarbeiter reiche von schlechter Bezahlung und längeren Arbeitszeiten bis hin zu weniger Urlaub. Doch auch den Betrieben selber entstünde dadurch ein Schaden. So seien Mitarbeiter etwa weniger motiviert, worunter auch die Produktivität leide. Zudem seien Gewerkschaften laut NGG wichtige Partner um die Zukunft von Unternehmen zu gestalten. Sie seien entscheidende Akteure im Bereich Weiterbildung und Wandel der Arbeitswelt. Die NGG fordert die Politik auf, den Abschluss von Flächentarifverträgen zu vereinfachen.