Geschrieben von Yannick Henze
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Am vergangenen Sonntag hat der diesjährige Fahrradaktionstag des Landkreises Göttingen unter dem Motto: „Schutzstreifen außerorts“ stattgefunden. Schutzstreifen sind Fahrradbahnmarkierungen zum Schutz des Radverkehrs auf Landstraßen. Ein bundesweites Modellprojekt ist dafür in der Diskussion. Landräte und Bürgermeister stoßen mit ihrer Forderung, diese Maßnahme in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen, momentan zum wiederholten mal auf Widerstand im zuständigen Bundesverkehrsministerium. Über Vorhaben und Sinn des Fahrradaktionstags berichtet Sissi Karnehm-Wolf, Mitarbeiterin des Fachbereich Bauen im Göttinger Landkreis: „Den haben wir dieses Jahr erstmalig in Aschenhütte ausgerichtet. Das ist ein winziger Ort zwischen Osterode und Herzberg. Den haben wir deswegen ausgewählt, weil diese Stelle gut geeignet ist um das Thema „Schutzstreifen außerorts“ vorzuführen, um zu zeigen, wie kann man Radverkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum schaffen, wo es nicht überall möglich ist Fahrradwege zu bauen. Einmal aus Kostengründen, aus Genehmigungsgründen, Naturschutzfragen. Zum Teil ist dann einfach auch so wenig Verkehr auf der Straße, dass man den Straßenraum gut gemeinsam nutzen kann.“ Zur Visualisierung wurden am Sonntag symbolisch die Markierungen eines Schutzstreifens auf dem Straßenabschnitt dargestellt, um als Teststrecke befahren zu werden.