Schwarzarbeit - regionale IG BAU fordert Einschränkung der Vergabe öffentlicher Aufträge
Torsten Witt, der Bezirksvorsitzende der IG BAU Niedersachsen-Süd hat gefordert, durch Schwarzarbeit aufgefallene Baufirmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge auszuschließen. Die Baubranche bleibe ein Hotspot für Wirtschaftskriminelle, so Torsten Witt von der IG BAU Niedersachsen-Süd. Je genauer der Zoll hinschaue, desto häufiger würde er fündig. Witt begrüßte deshalb die Entscheidung der Bundesregierung, das Personal der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf mehr als 10.000 Beamte bis 2026 aufzustocken. Dies sei ein wichtiges Signal zur Abschreckung. Insgesamt sei aber das Risiko für Baufirmen im Landkreis Göttingen bei illegalen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, leicht gesunken. Demnach leitete das auch für den Kreis Göttingen zuständige Hauptzollamt Braunschweig 2018 in der gesamten Region 291 Ermittlungsverfahren wegen hinterzogener Steuern oder geprellter Sozialabgaben auf dem Bau ein. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Schaden beläuft sich auf rund 8,6 Millionen Euro. Insgesamt haben Braunschweiger Zöllner im vergangenen Jahr 310 Bauunternehmen kontrolliert. Das sind 2,8 Prozent weniger als in Jahr 2017.