Donnerstag startet Prozess gegen Anti-Atom-Aktivisten wegen mutmaßlichen Hausfriedensbruchs
Am Donnerstag wird der Prozess wegen mutmaßlichen Hausfriedensbruchs gegen zwei Anti-Atom-Aktivisten im Amtsgericht Göttingen stattfinden. Ursache für die Anklage war die feierliche Einweihung einer Ehrentafel für Robert Oppenheimer, die in Göttingen enthüllt werden sollte. Die beiden mutmaßlichen Hausfriedensbrecher sollen dabei die Gedenktafel um einen Schriftzug erweitert haben. Der Zusatz lautete wörtlich: "Hunderttausend Tote bedanken sich für ihre Forschung". Die Anti-Atom-Initiative kritisiert in diesem Zusammenhang, dass es unerträglich sei, in unmittelbarer Nähe des Hiroshima-Platz und an einem Schulgebäude einen Protagonisten des Atombomben-Infernos in Hiroshima und Nagasaki zu ehren. Es ginge darum, einen der Urheber von Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht auch noch zu ehren, nur weil er in Göttingen promovierte, so ein Aktivist der Gruppe. In diesem Zusammenhang bittet die Anti-Atom-Initiative um eine kritische Prozessbegleitung. Das Verfahren startet Donnerstag um 13 Uhr.