Geschrieben von Julia Kleine
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Göttinger Primatenforscher haben gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam erstmalig einen entscheidenden Einfluss von Affen auf die Regeneration von Tropenwäldern nachgewiesen. Über 20 Jahre lang hatten die Wissenschaftler vom Deutschen Primatenzentrum - Leibniz-Institut für Primatenforschung sowie der Universitäten Marburg und Estadual Paulista dazu zwei Tamarin-Arten im Regenwald in Peru beobachtet. Tamarine ernähren sich hauptsächlich von Früchten und breiten über ihren Kot die Samen vieler verschiedener tropischer Bäume und Lianen aus. Die Forscher untersuchten die Samenausbreitung und -keimung sowie das Wachstum und die genetische Herkunft verschiedener Pflanzen in einem Wald, der auf einer ehemaligen Weidefläche entstanden ist. Die Daten zeigten, dass die Affen effektiv Samen aus dem Primarwald in den Sekundärwald hineintragen und somit nachweislich zur natürlichen Regeneration der von Menschen zerstörten Gebiete beitragen, erklärte der Leiter der Studie, Eckhard W. Heymann.