Geschrieben von Anja Würfel
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Vertreter der Wasserleitungsgenossenschaft und Forstleute im Solling warnen vor Risiken für die regionale Wasserversorgung. Die Zwei aufeinander folgenden Trockenjahre und das Absterben von Bäumen als Folge von Dürre und Borkenkäferbefall können die regionale Trinkwasserbereitstellung begrenzen. Normalerweise wird Niederschlagswasser im Waldboden gespeichert, gefiltert und gereinigt. Die vergangene Trockenheit habe jedoch die Waldböden bis in tiefe Schichten austrocknen lassen und verursache das flächige Absterben ganzer Waldbestände. In dem resultierenden Borkenkäferbefall sowie den Trockenschäden sehen die Wasserversorger und Forstleute eine zunehmende Herausforderung. So ist Fredelsloh in der Gemeinde Moringen abhängig von einer der drei Quellfassungen, die im Niedersächsischen Forstamt Dassel liegen. Hans-Günther Müller, der seit 1989 erster Vorsitzender der dortigen eigenverantwortlichen Genossenschaft ist, bereiten die Trockenmonate Sorge. Bisher sei die Wasserbereitstellung, die rund 970 Menschen mit Wasser versorgt, ausreichend gewesen. Die nötig werdenden Drosselungen der Wassermenge würden dies jedoch gefährden. Zwar würden bereits Gegenmaßnahmen wie Wiederaufforstungen durchgeführt, für das kommende Frühjahr wird jedoch eine noch größere Anzahl an Borkenkäfern prognostiziert, wie die Niedersächsischen Landesforsten bekanntgaben.