Geschrieben von Anja Würfel
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Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann wird heute an der Weihnachtsaktion der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ „Ein Licht für verschleppte Yezidinnen“ in Göttingen teilnehmen. Zu diesem Anlass hat er sich mit einem Statement an die Öffentlichkeit gewandt. Nach dem Angriff des sogenannten Islamischen Staates im Norden des Irak wurden viele Yezidinnen Opfer von Verschleppung, Folter, Vergewaltigung und Zwangskonversionen. Viele von ihnen lebten ohne Unterstützung in Flüchtlingslagern. Besonders schlimm sei jedoch die Situation von Frauen, die in IS-Gefangenschaft Kinder zur Welt brachten. Weil diese Kinder als Muslime gelten würden, stelle das die Yezindinnen vor schwere Herausforderungen. Sie müssten die Kinder aufgeben oder zu ihren Peinigern zurückkehren. Bereits im Sommer diesen Jahres hatte Oppermann gemeinsam mit Annalena Baerbock von den Grünen und Volker Kauder von der CDU einen Vorschlag zur Verbesserung der Situation von Yezidinnen unterbreitet. Danach sollte im Rahmen eines Sonderkontingents bis zu 1.000 Yezidinnen die Aufnahme in Deutschland gewährt werden. Die Initiative scheiterte bislang am Widerstand des Bundesinnenministeriums. Oppermann wolle sich dennoch weiter intensiv dafür einsetzen, zumindest einem Teil der Opfer die dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen. Beginn der Lichtermahnwache ist um 17 Uhr am Kornmarkt in Göttingen.