Geschrieben von Regina Seibel
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Eine Forschungsgruppe unter Göttinger Leitung hat die Funktionsweise von natürlichen Kohlenstoffsenken untersucht. Diese Senken speichern Kohlenstoff zeitweise oder dauerhaft und sind deshalb zur Eindämmung des Klimawandels von großer Bedeutung. Für die Studie wurden bis zu 400 Jahre alte Sedimente, Elemente, Pollen und Sporen analysiert und auf Veränderungen hin analysiert. Es stellte sich heraus, dass tropische Küstenfeuchtgebiete wie beispielsweise Mangrovenökosysteme Kohlenstoff abbauen und somit den Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre reduzieren. Jedoch werden heutzutage immer mehr Mangrovenwälder zerstört, um diese Flächen landwirtschaftlich nutzen zu können. Auch der durch den Klimawandel steigende Meeresspiegel gefährdet die Gebiete. Die Forschergruppe fordert deshalb, solche Ökosysteme zu erhalten und wiederherzustellen. Es reiche nicht aus, nur die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, ergänzt Erstautorin Kartika Anggi Hapsari von der Universität Göttingen.

Die von Mangroven gesäumte Segara Anakan Lagune in Java, Indonesien, ist ein wichtiger Speicher für Kohlenstoff. (Bild: Inga Nordhaus)