Göttinger Fernwehfestival: Organisator und Referentin weisen Rassismusvorwürfe zurück
Nach der Veröffentlichung eines offenen Briefes seitens einer Gruppe Studierender und ehemaliger Studierender der Universität Göttingen haben der Veranstalter des Fernwehfestivals sowie die kritisierte Referentin Vorwürfen widersprochen, Rassismus zu unterstützen. Auslöser war der Vortrag über Südafrika und Namibia der Abendrot Reisen GmbH am vergangenen Sonntag. Einige Studierende, Alumni sowie der Fachschaftsrat Sozialwissenschaften hatten unter anderem kritisiert, dass die negativen Seiten der Kolonialherrschaft nicht thematisiert worden und der Völkermord unerwähnt geblieben seien. Zudem sei ihnen aufgrund ihrer Beschwerde vor Ort Hausverbot erteilt worden. Der Organisator des Fernwehfestivals, Matthias Hanke, erklärte gegenüber dem StadtRadio, den Vortrag nicht gesehen zu haben. Da die Vortragenden sich allerdings belästigt gefühlt hätten und im Anschluss an den Vortrag ein weiterer Bericht in dem Hörsaal geplant war, habe er veranlasst, die Beschwerdeführer hinauszuschicken. Wie die Referentin und Abendrot Reisen-Geschäftsführerin Kirsten Schlimm dem StadtRadio mitteilte, habe sie sich in ihrem Vortrag mit ihrer Kollegin ausschließlich auf das touristische Südafrika und Namibia bezogen. Politische Aussagen seien dabei nicht getätigt worden. Ziel sei es gewesen, den Zuhörern die Leidenschaft für die beiden Länder zu vermitteln. Das Unternehmen Abendrot Reisen distanziere sich daher ausdrücklich von jeder Art von Rassismus, Diskriminierung und der Verherrlichung von Verbrechen aller Art.