Dieter Neitzert legt Monographie zu Göttinger Gesandten im 15. Jahrhundert vor
In seiner Monographie über die städtische Kommunikation in Göttingen in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hat Dieter Neitzert festgestellt, dass Boten der Stadt nur in wenige Zwischenfälle auf ihren Botengängen verwickelt gewesen sind. Neitzert, der am Institut für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen arbeitet, hatte dazu mehr als 13.000 Botenläufe sowie über 1.000 Botenritte zwischen 1401 und 1450 ausgewertet. Demnach seien die Gesandten nur selten auf ihren Wegen verletzt worden oder gestorben. Die Boten trugen seinerzeit das Wappen der Stadt auf ihrer Brust, das sie als geschützte Personen ausgewiesen hatte. Neitzert hat seine Erkenntnisse in dem Buch „Göttinger Boten und Gesandte. Reichweite und Intensität städtischer Kommunikation zwischen 1400 und 1450“ veröffentlicht. Damit hat er eine exemplarische Beschreibung über die städtische Kommunikation vorgelegt.