Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Göttinger Grünen haben am Samstag ihr 40-jähriges Jubiläum in der Alten Fechthalle gefeiert. Zu Gast war unter anderem die stellvertretende Bundesvorsitzende Ricarda Lang, die in ihrer Rede die zunehmenden Anfeindungen gegen Amts- und Mandatsträger aufgriff. Dabei forderte sie, dass dieses Verhalten nicht zur Normalität werden dürfe. Im StadtRadio-Interview erklärte der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin zudem, dass es die Stärke der Partei sei, inzwischen weitaus mehr als nur Ökologie und Klimaschutz im Blick zu haben. Als größten Erfolg der 40-jährigen Politik der Grünen bezeichnete er die Energiewende. Hinsichtlich der Problematik des Wohnraummangels in Göttingen sagte Trittin: „Wir müssen dafür sorgen, dass mehr Fläche zur Verfügung gestellt (wird) für billiges Bauen. Es darf kein Baugebiet mehr ausgewiesen (werden), wo nicht mindestens ein Drittel, besser die Hälfte, dann verpflichtend mit Wohnungen bebaut wird, die weniger als zehn Euro Miete kosten. Und wir haben in Göttingen natürlich das Problem, dass aufgrund anwachsender Studierendenzahlen wir auch und gerade für Studierende etwas schaffen müssen.“ Unter anderem plädiert Trittin dabei auch dafür, dass die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen verhindert werden müsse.

Die Göttinger Grünen feierten am Samstag ihr 40. Jubiläum in der Alten Fechthalle (Bild: Jennifer Bullert)