Geschrieben von Johannes Meinecke
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Die Göttinger Grünen-Stadtratsfraktion will mit dem Labeling-Prozess „StadtGrün naturnah“ einen Biotopverbund fördern. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von Vernetzungsstrukturen, um Insellösungen für die Grünraumentwicklung entgegenzuwirken. Sowohl der Mensch als auch Fauna und Flora würden Wanderwege benötigen, um sich zu verbreiten und ihren vielseitigen Genpool zu erhalten. Dafür würde sich nach Ansicht der Fraktion die Renaturierung von innerstädtischen Fließ-und Stillgewässern anbieten. Vom Wasser über den Uferbewuchs bis zum Randstreifen sei dort die größte Bandbreite für die Entwicklung der Biodiversität vorhanden. Als Praxisbeispiel für eine Renaturierung schlagen die Grünen dafür den „Elliehäuser Bach“ vor. Dieser befinde sich zurzeit in einem desaströsen Zustand, erklärte Harald Wiedemann, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität. Die Stadt Göttingen hatte vorab gemeldet, die Bestandserfassung für den Labelingprozess „StadtGrün naturnah“ abgeschlossen zu haben. Das Göttinger Bündnis 90/Die Grünen und die SPD hatten im Februar 2018 die Beteiligung der Stadt Göttingen am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ beantragt. Das Verfahren wird durch Maßnahmen der Max-Planck-Gesellschaft auf ihren Grundstücken und des Leineverbandes ergänzt.