Geschrieben von Julia Kleine
Datum:
Polizei und Banken im Landkreis Göttingen beteiligen sich an einer Kampagne gegen Trickbetrüger. Ziel ist es, ungewollte Geldabhebungen möglichst zu verhindern und psychisch unter Druck stehende Menschen im allerletzten Moment zu sensibilisieren. Dazu hat die Göttinger Polizei Rollups und Plakate mit einer Art „Gefahren-Checkliste“ entwickelt. Diese werden zukünftig im Kundenbereich sowie in Schließfachanlagen der Banken aufgestellt oder ausgehängt. Auf den neuen Rollups stehen Aufforderungen, die Trickbetrüger oft nutzen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Marko Otte, Mitglied des Präventionsteams der Polizei Göttingen zu den Forderungen der Betrüger:
„Die Alarmglocken sollten auf jeden Fall läuten, wenn jemand fragt: Wie viel Geld haben Sie denn auf dem Konto? Wären Sie bereit unsere Ermittlungsarbeit zu unterstützen? Also die echte Polizei würde natürlich niemals verlangen, uns zu sagen, wie viel Geld haben Sie auf dem Konto, wie viel Geld lagern Sie zu Hause, haben Sie andere Wertgegenstände? Sie sollten stutzig werden, wenn Sie jemand unter Druck setzt, wenn Ihnen nicht die Möglichkeit gelassen wird, vielleicht nochmal mit einer Vertrauensperson darüber zu reden. Generell so ein bisschen resolut am Telefon sein, vorsichtig sein. Denn Vorsicht hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun.“ 2019 wurden bei der Polizei Göttingen rund 600 Versuche angezeigt, bei zwanzig Versuchen waren Wertgegenstände und Geld bereits weg. Der Schaden liegt insgesamt im Bereich von mehreren hunderttausend Euro.