Seebrücke Göttingen fordert Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge aus den griechischen Hotspots
Die Seebrücke Göttingen hat zur Solidarität mit den Geflüchteten in den Hotspots auf den griechischen Inseln aufgerufen. Die Stadtverwaltung wurde darum gebeten, Auskunft über die derzeitig freien Kapazitäten in den Göttinger Unterkünften zu erteilen. Außerdem sollen sich Stadt und Landkreis öffentlich dazu bereit erklären, eine Gruppe von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen aus einem der Lager auf den griechischen Inseln aufzunehmen. Auf den Ägäis-Inseln leben aktuell mehr als 41.000 Geflüchtete, obwohl der Platz nur für 7.500 Menschen ausgelegt sei, so die Seebrücke. Aufgrund des EU-Deals mit der Türkei und den Verfahren nach Maßgabe der Dublin-Verträge würde nationaler Egoismus das Problem befeuern. Obwohl die Zivilgesellschaft bereit sei, mehr zu tun, würde dies durch das Bundesministerium für Inneres blockiert. Mit Zusagen, wie mit denen der Stadt Göttingen, solle jedoch weiter Druck auf das Ministerium ausgeübt werden, damit dem unermesslichen Leiden nicht weiter zugesehen werde, so die Gruppe.