Göttinger Infektionsforscher erforschen Medikament gegen das Coronavirus
Göttinger Infektionsforscher am Deutschen Primatenzentrum haben ein potentielles Medikament gegen das Coronavirus gefunden. Gemeinsam mit der Charité in Berlin und weiteren Instituten untersuchten sie, wie das Virus in Zellen eindringt. Dabei stellte sich heraus, dass für den Eintritt in die Lungenzellen die Protease TMPRSS2 benötigt wird. Ziel ist es nun, diese Protease im menschlichen Körper zu blockieren, um den Ausbruch der Lungenkrankheit COVID-19 zu verhindern. In Japan gibt es bereits ein zugelassenes Medikament namens Camostat Mesilate, von dem bekannt ist, dass es die Protease TMPRSS2 hemmt. Für gewöhnlich wird es bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse verwendet. Ein erster Versuch belegte, dass das Medikament tatsächlich ein Eintreten des neuartigen Coronavirus in Lungenzellen verhindert. Dies solle nun in weiteren Studien untersucht werden, so Infektionsforscher Markus Hoffmann. Bisher gibt es weder einen Impfstoff, noch ein Medikament gegen die sich weltweit verbreitenden Coronaviren. Schätzungsweise wurden bisher 90.000 Menschen mit dem Virus infiziert.