Gesellschaft für bedrohte Völker veröffentlicht Memorandum zu türkischer Umsiedlungspolitik
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat ein Memorandum zur Umsiedlungspolitik des türkischen Präsidenten Reycip Erdogan veröffentlicht. In der Schrift kritisiert die GfbV den sogenannten Flüchtlingsdeal zwischen Erdogan und der Eruopäischen Union. Nach Recherchen der NGO seien etwa 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Erdogan wolle syrische Geflüchtete auch gegen ihren Willen in Nordsyrien ansiedeln, so Kamal Sido, Nahostexperte der GfvB. Die türkische Besatzungsarmee sowie die radikalislamische Milizen terrorisierten die nordsyrische Bevölkerung. Die Menschenrechtsverletzungen und Angriffe der Türkei seien weder vom Weltsicherheitsrat noch von der UN-Generalversammlung thematisiert worden, sagte Sido. Aus diesem Grund fordere die GfbV unter anderem eine Veröffentlichung europäischer Rüstungsexporte in die Türkei, sowie Transparenz der Türkei in Hinblick auf finanzielle Unterstützung von Flüchtlingen in Nordsyrien.