Geschrieben von Julia Kleine
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) könnte seine 3D-Drucker während der Corona-Krise medizinische Schutzausrüstung fertigen lassen. Die Umstellung der Geräte für die Herstellung von Schutzmasken und Ventilen für Beatmungsgeräte wurde bereits geprüft. Anlass war eine Anfrage der Europäischen Kommission zur Unterstützung bei der Herstellung dringend benötigter medizinischer Geräte. Es gelang dem Systemhaus Technik und der technischen Ausbildung des DLR, Bauteile auf Basis frei verfügbarer Vorlagen und mit für den Medizinbereich zugelassenen Kunststoffen erfolgreich zu testen. Momentan werden die 3D-Druckerkapazitäten im DLR erfasst. Dabei können die leistungsfähigsten Drucker im DLR pro Tag bis zu zehn Schutzmasken oder 15 Ventile für Beatmungsgeräte herstellen. Durch eine Vernetzung der Institute und Einrichtungen ist es auch möglich, größere Mengen zu produzieren. Eine Zertifizierung und Zulassung der vom DLR produzierten Produkte für den medizinischen Gebrauch steht bislang noch aus.

3D-Druck mit Atemmaske (Bild: DLR)