Rund 2000 Anzeigen auf Kurzarbeit erreichen Agentur für Arbeit Göttingen
Seit dem 16. März sind rund 2.000 Anzeigen auf Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit Göttingen eingegangen. Das teilte Agenturleiter Klaus-Dieter Gläser nun in einer ersten Hochrechnung mit. Während der Wirtschafts- und Finanzkrise gingen im Jahr 2009 insgesamt nur knapp 800 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld ein. Noch sei nicht absehbar, wie hoch die Zahlen letztendlich werden, erklärte Gläser. Anders als 2009 wirke sich die Corona-Krise nicht nur auf die Industrie aus, sondern betreffe die meisten Branchen. Aufgrund der hohen Anzahl an Anzeigen hat die Agentur für Arbeit ihr Personal entsprechend aufgestockt, um im Bereich Kurzarbeitergeld Betrieben beratend zu unterstützen. Wie Gläser erklärte, werde daran gearbeitet, dass schnellstmöglich Anträge gestellt und das Geld ausgezahlt werden könne. Der DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt übte derweil Kritik daran, dass das Kurzarbeitergeld nach aktueller Gesetzeslage nur 60 Prozent des Nettolohns betrage. Lediglich Beschäftigte mit Tarifverträgen würden mehr als 80 Prozent ihres Netto-Gehalts bekommen.