Geschrieben von Katharina Carle
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Ein internationales Forscherteam mit der Beteiligung der Universität Göttingen hat die Produktion und Konsum von Nahrungsmitteln analysiert. Dabei verwendeten sie einen neuen Ansatz, um die Transportdauer zwischen Produktion und Konsum weltweit zu minimieren. Die Forscher zeigten, dass je nach Feldfrucht elf bis 28 Prozent der Weltbevölkerung ihren Bedarf in einem Radius von 100 Kilometer abdecken könne. Für 26 bis 64 Prozent liege die Entfernung zur Nahrungsmittelproduktion über 1.000 Kilometer entfernt. Den Bedarf an Getreidearten wie Weizen oder Hafer könne die Hälfte der Weltbevölkerung in weniger als 900 Kilometer decken, während für ein Viertel die minimale Entfernung mehr als 5.200 Kilometer beträgt. Bei Mais könne die Versorgung regionaler erfolgen. Dort liege der globale Mittelwert bei 1.300 Kilometern. Höhere Erträge und verringerte Nahrungsmittelverluste würden die Entfernung zwischen Produktion und Konsum verringern. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Nahrungsmittel fast überall über große Entfernungen transportiert werden müssten, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen bei den heutigen Ernährungsgewohnheiten.