Geschrieben von Jennifer Bullert
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Forschern am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen ist es gelungen, Ansatzpunkte für eine Impfstoffentwicklung und eine Therapie des SARS-Coronavirus 2 zu finden. Dabei identifizierten die Infektionsbiologen das sogenannte Spike-Protein als Schlüssel für die Wirtszelle, das zudem eine ungewöhnliche Aktivierungssequenz besitzt. Das zelluläre Enzym Furin spaltet diese Sequenz wiederum, was eine Voraussetzung für die Infektion von Lungenzellen darstellt. Stefan Pöhlmann, Leiter der Abteilung Infektionsbiologie am DPZ schlussfolgert, dass die Ausbreitung des SARS-Coronavirus 2 in der Lunge verhindert werden könne, wenn das Enzym Furin gehemmt werde. Als Grundlage für Lebendimpfstoffe könnten daher Varianten des Virus genutzt werden, deren Aktivierungssequenz für Furin beseitigt wurde, erklärte der Erstautor der Studie, Markus Hoffmann. Wenn das Spike-Protein nicht gespalten werde, könnte sich das Virus im Körper weniger stark ausbreiten. So würden keine Krankheitssymptome ausgelöst, das Immunsystem würde aber dennoch Antikörper bilden können.