Geschrieben von Julia Kleine
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In Göttingen gibt es erneut einen Corona-Ausbruch in einem Häuserkomplex. Wie die Stadtverwaltung heute mitteilte, wurden zwei miteinander befreundete Frauen bei einer präventiven Routine-Kontrolle in einer Klinik positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Frauen leben im gleichen Häuserkomplex im Göttinger Stadtzentrum. Bereits gestern kontaktierte der Krisenstab der Stadt Göttingen alle namentlich genannten Kontaktpersonen 1. Grades. Für sie wurden bereits Tests organisiert. Um das Infektionsgeschehen zu überschauen, will die Stadt nun alle Bewohner der Wohnanlage testen. Die Tests werden am Montag und Dienstag vor Ort durchgeführt. Dabei soll erstmals ein mobiles Testzentrum mit Bussen zum Einsatz kommen. Die Bewohner sollen durch Briefe sowie im Wohnkomplex aufgehängte Plakate über die Test-Aktion informiert werden. In den Briefen sind jeweils zwei Mund-Nasen-Schutzmasken beigelegt. So könnten die Bewohner, die über keinen eigenen Mund-Nasen-Schutz verfügen, zum Test erscheinen, ohne sich und andere zusätzlich zu gefährden, erklärte Petra Broistedt, Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. Die Bewohner erhielten zudem die Anordnung, auf dem Gelände sowie in den Gebäuden außerhalb der eigenen Wohnung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Schulschließungen seien derzeit nicht vorgesehen, so die Verwaltung. Kinder und Jugendliche aus dem Komplex sollen jedoch bis zum Vorliegen der Testergebnisse Schulen beziehungsweise Kitas nicht besuchen.