Geschrieben von Julia Kleine
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Wissenschaftlern unter Leitung der Universität Göttingen ist es gelungen, eine ressourcenschonende, nachhaltigere Alternative zum bisherigen Weiterentwicklungsverfahren von Medikamenten zu entwickeln. Bislang werden dafür aufwendige Verfahren eingesetzt, die nicht nur teuer sind, sondern auch eine große Menge unerwünschter Abfallprodukte erzeugen. Nun hat das Forscherteam einen Weg gefunden, die Weiterentwicklung eines ursprünglichen Medikaments direkt, also post-synthetisch, zu ermöglichen. So kann die Anzahl der Syntheseschritte drastisch reduziert werden. Die Forscher nutzten hierzu in einer Kooperation mit dem Pharmakonzern AstraZeneca automatisierte Hochdurchsatzverfahren. Insgesamt wurden 20 Medikamentenanaloga nachhaltig in jeweils einem einzigen Syntheseschritt hergestellt, wodurch mehr als 100 Schritte und dadurch verursachter chemischer Abfall vermieden wurde.