Göttinger SPD: Vermieter und Eigentümer stärker zu angemessenen Wohnverhältnissen für Mieter verpflichten
Nach dem jüngsten Corona-Ausbruchsgeschehen in einem zweiten Wohnkomplex in Göttingen fordern die SPD-Ratsfraktion und der SPD-Stadtverband, Vermieter und Eigentümer stärker in die Pflicht zu nehmen. Prekäre Wohnverhältnisse seien neben Missachtung der Kontaktbeschränkungen zentral in der Weiterverbreitung des Virus. So seien auch die nun betroffenen Wohnkomplexe bekannt für ihre beengte Wohnsituation, erklärte die Göttinger SPD. Da es rein rechtlich aktuell keine Handhabe gebe, um Eigentümer für die Wohnverhältnisse in ihren Immobilien verantwortlich zu machen, wolle die SPD weiter auf unzureichende Zustände aufmerksam machen. Göttingen brauche neuen Wohnraum. Die Politik trage dabei Verantwortung dafür, dass dieser auch bezahlbar sei, indem sie das entsprechende Wohnungsangebot vergrößere. Dafür müsse die Politik auch selber sozialen Wohnraum schaffen. Die Ratsfraktion und der Stadtverband der Sozialdemokraten kündigte an, die nun von der Pandemie betroffenen Familien in den Wohnblöcken unterstützen zu wollen. Zudem solle geprüft werden, inwiefern die verpflichtenden Quoten von 15 Prozent sozialem Wohnungsbau und 15 Prozent bezahlbarem Wohnraum ausreichten. Als Hoffnung für die Zukunft bezeichnen die Sozialdemokraten dabei auch das Wohnraumschutzgesetz, das derzeit auf Landesebene beraten wird.