300 Menschen demonstrieren gegen rechte Kundgebung in Einbeck
Rund 300 Menschen haben am Samstagabend in Einbeck gegen eine Kundgebung von 13 Personen der rechten Szene protestiert. Angaben der Polizei zufolge verlief die Veranstaltung überwiegend friedlich. So habe es von Seiten der Gegendemonstration lediglich vereinzelte Rangeleien gegen Polizeibeamte gegeben. Der Leiter der Polizeiinspektion Northeim, Michael Weiner, bezeichnete dieses Verhalten als inakzeptabel. Im Anschluss an die Kundgebung der rechten Szene hat sich zudem noch eine Spontandemonstration mit rund 50 Teilnehmern entwickelt, die nicht der rechten Szene angehörten. Diese wurde ebenfalls von der Polizei begleitet und löste sich schließlich am Hauptbahnhof auf. Insgesamt waren Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Northeim sowie aus den Inspektionen der Polizeidirektion Göttingen und der niedersächsischen Bereitschaftspolizei vor Ort. Gerade angesichts des Sprengstoffanschlags auf eine Antifaschistin Anfang Juni in der Fachwerkstadt hatten sich das Bündnis „Einbeck ist bunt“, die Seebrücke sowie das offene antifaschistische Treffen in Einbeck mit der Gegendemonstration deutlich gegen Rechts positionieren wollen, wie DGB-Regionsgeschäftsführerin Agnieszka Zimowska im Vorfeld mitgeteilt hatte. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hatte zuletzt auch die Ermittlungen wegen des mutmaßlich rechtsextremistischen Anschlags übernommen.