Nachdem das Göttinger Tageblatt berichtet hat, dass die Stadt Wohnungssuchende in den Wohnkomplex an der Groner Landstraße vermittelt haben könnte, hat die CDU-Ratsfraktion eine entsprechende Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Mit dieser will sie unter anderem auch herausfinden, inwiefern die Stadt über die Zustände der Wohnungen, in die sie Wohnungssuchende vermittelt, informiert ist. Daneben erhofft sich die Fraktion Erkenntnisse darüber, ob im betroffenen Wohnkomplex auch bau-, gesundheits- oder sozialrechtliche Kontrollen stattfinden und für wie viele dort lebende Menschen die Stadt die Mietkosten übernimmt. Die Christdemokraten erwünschen sich eine schnellstmögliche Auskunft – spätestens jedoch bis zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 7. Juli. Das Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung kritisiert derweil, dass die Politik jahrelang über die Probleme im Wohnkomplex hinweg gesehen habe. Es sieht zudem den Ruf der Stadt durch die zahlreichen Corona-Fälle in den Wohnkomplexen als geschädigt. Um menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen, schlägt das Bündnis daher vor, die Wohnungen des Gebäudekomplexes aufzukaufen und das Hochhaus abzureißen. Forderungen dazu habe es schon in der Vergangenheit gegeben, erklärte das Bündnis in einer Pressemitteilung. Das Solidaritätsbündnis Groner Landstraße kritisierte die Wohnraumpolitik der Stadt ebenfalls als „fehlgeleitet“. Um doppelt negativ getestete Bewohner zeitlich begrenzt, aber auch längerfristig unterbringen zu können, sucht das Solidaritätsbündnis derzeit Wohnungen.
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