Keine Neuinfektion in Stadt und Landkreis Göttingen, ein neuer Corona-Fall im Landkreis Northeim
Die Zahl der am Coronavirus Erkrankten in Stadt und Landkreis Göttingen ist seit gestern um eins auf 215 zurückgegangen. Damit gibt es aktuell keine Neuinfektion. Inzwischen haben 998 Menschen die Erkrankung überstanden. Zudem gab es bislang 80 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen an Schulen wird nun dennoch bis zum 15. Juli verlängert, um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Nach dem zuletzt starken Anstieg von Infektionen mit dem Coronavirus im Grenzdurchgangslager Friedland haben sich mehrere Göttinger Bundestagsabgeordnete an die Bundesregierung gewandt. So forderte Jürgen Trittin von den Grünen eine Erklärung dafür, weshalb Spätaussiedler ungetestet nach Deutschland einreisen und in Friedland aufgenommen werden konnten. Zudem verlangte er Informationen darüber, welche Maßnahmen die Bundesregierung unternommen hat, um die Ausbreitung im Grenzdurchgangslager zu verhindern. Auch Konstantin Kuhle von der FDP forderte eine Stellungnahme vom Bundesinnenministerium und appellierte dazu, Verantwortung zu übernehmen. Diese auf die lokalen Verantwortlichen und Landesbehörden zu schieben sei „nicht hinnehmbar“, so Kuhle. Er erklärte, dass der Bürgermeister der Gemeinde Friedland, Andreas Friedrichs, sowie das Niedersächsische Innenministerium das Bundesinnenministerium bereits zur Testung der Spätaussiedler am Flughafen aufgefordert hätten. Die Bemühungen der Kommunen vor Ort und der Landesaufnahmebehörde würden durch die fehlenden Testungen vorab „konterkariert“, so der Freie Demokrat. Die Verantwortlichen vor Ort dürften nun nicht alleine gelassen werden. Im Landkreis Northeim gibt es derweil einen weiteren bestätigten Corona-Fall seit Freitag. Damit haben sich dort bislang 144 Menschen mit dem Virus infiziert. 121 sind bereits wieder genesen. Sechs Personen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben.