Geplante Amazon-Ansiedlung in Northeim: DGB fordert Zustimmung des Rates nur bei guten Arbeitsbedingungen
Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) des Kreisverbandes Northeim haben vor der Entscheidung des Stadtrats zur Ansiedlung von Amazon, ihre Forderungen der Landrätin Astrid Klinkert-Kittel überreicht. Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Northeim, Frank Marquard, sowie Kreisverbandsmitglied Anja Görlach drängten darauf, eine Entscheidung für die Ansiedlung des Internetversandhändlers eindeutig an klare Kriterien für gute Arbeitsbedingungen zu knüpfen. Zentral sei dabei die strikte Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzvorgaben. Dazu gehöre auch das Recht der Belegschaft, sich gewerkschaftlich zu organisieren, für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten und gegebenenfalls auch zu streiken. In mehreren süddeutschen Niederlassungen von Amazon waren Beschäftigte zuletzt aufgrund mangelnden Schutzes vor Corona-Ansteckungen in den Streik getreten. Letztlich müssten mögliche Schwierigkeiten für Infrastruktur und Umwelt vor der Ansiedlung des Unternehmens ausgeräumt werden. In Northeim zirkulieren Bedenken bezüglich des zu erwartenden hohen Lieferverkehrs und ökologischer Aspekte vor Ort, wie Emissionen, die Entsorgung von Abfällen sowie das Vermeiden ersatzloser Bodenversiegelungen.