Trittin fordert Visa für ausländische Studierende auch bei Online-Seminaren
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jürgen Trittin, kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung bei der Visavergabe für ausländische Studierende. Wie sich auf eine kleine Anfrage der Grünen an die Bundesregierung herausstellte, bekommen ausländische Studierende nur ein Visum, wenn die entsprechende Universität auch Präsenzveranstaltungen und nicht nur Online-Seminare anbietet. Schlagzeilen hatte dieses Vorgehen vor allem in den USA gemacht, wo die Regelung auf Druck des Kongresses wieder zurückgenommen wurde. Wie Trittin mitteilte, gefährde eine solche Praxis in Deutschland Hochschulstandorte wie zum Beispiel auch Göttingen. Wissenschaft und Forschung lebten laut Trittin von internationalem Austausch und ein Studienerfolg funktioniere nicht nur durch Unterricht, sondern auch durch die Interaktion mit anderen. Außerdem solle durch einen Auslandsaufenthalt auch die Gesellschaft und Kultur des Gastlandes kennen gelernt werden. Aus diesen Gründen fordert Trittin, das Einreiseverbot für ausländische Studierende zu beenden.