Göttinger Forscher: Hirngröße von Primaten lässt keine Rückschlüsse auf ihre Intelligenz zu
Die Hirngröße von Primaten lässt keine Rückschlüsse auf ihre Intelligenz zu. Zu diesem Ergebnis ist nun eine Studie des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen gekommen. Dazu führten die Forschenden erstmals bei drei Lemurenarten eine standardisierte Testreihe mit kognitiven Experimenten durch. Untersucht wurden dabei Kattas, Schwarzweiße Varis und Graue Mausmakis. Dabei zeigte sich, dass die Leistung bei kognitiven Tests unabhängig von der Gehirngröße gleich gut ausfiel. Unterschiede wurden nur beim räumlichen Denken festgestellt. Hier schnitten Primaten mit größeren Gehirnen besser ab. Als Erkenntnis leitete das Forschungsteam ab, dass die Arten sich in sozialen und technischen Fähigkeiten unterscheiden, aber dass kognitive Fähigkeiten nicht verallgemeinert werden können, erklärte Erstautorin Claudia Fichtel.