Polizei bereitet sich auf zwei Demonstrationen in Einbeck vor
In Einbeck finden morgen wieder zwei Demonstrationen statt. Bereits Anfang der Woche hatte ein Bündnis verschiedener Gruppen zur Teilnahme an seiner Aktion aufgerufen. Hintergrund sind die zunehmenden Gewaltdelikte von Rechts in Einbeck und Südniedersachsen. In der Fachwerkstadt war es in der Vergangenheit wiederholt zu Kundgebungen der rechten Szene gekommen. Die Northeimer Polizei begleitet die Versammlungen mit Hundertschaften aus Hannover und Göttingen. Unterstützung erhält sie zudem von einer Reiterstaffel aus Hannover, einer Diensthundeführerstaffel der Göttinger Polizeidirektion und weiteren Kräften. Auch Konfliktmanager sollen vor Ort sein. Gesamteinsatzleiter Michael Weiner appellierte im Vorfeld, die polizeilichen Absperrungen zu respektieren und sich an die Weisungen der Polizei zu halten. Verstöße wie Ende Juni würden nicht toleriert. Ziel sei ein friedlicher Verlauf der Versammlungen. Auch auf Mindestabstand und das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen werde geachtet. Über ihren Twitterkanal will die Polizeiinspektion Northeim beide Versammlungslagen medial begleiten. Die beiden Demonstrationen finden morgen von 11 bis 18 Uhr in Einbeck statt, was auch Verkehrsbeeinträchtigungen im Stadtgebiet bedeutet. Die drei Einbecker Bürgermeisterkandidaten Sabine Michalek, Dirk Heitmüller und Claudius Weisensee hatten sich zuletzt deutlich gegen die zunehmende Präsenz der rechten Szene in der Stadt positioniert.