Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Polizei Northeim führt derzeit eine strafrechtliche Prüfung von Beiträgen in sozialen Medien durch, die in Zusammenhang mit den Versammlungen am Samstag in Einbeck stehen. Hinweise auf Straftaten würden sehr ernst genommen, unerheblich davon, ob Tathandlungen rechts- oder linksmotiviert seien, erklärte der Leiter der Polizeiinspektion Northeim, Michael Weiner. Das Staatsschutzkommissariat leite nun die rechtlichen Ermittlungen. Bei den Versammlungen in Einbeck waren am Samstag Nebeltöpfe gezündet worden. Daraufhin wurden Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Zwei Beschuldigte aus Göttingen konnten nach der Versammlung identifiziert werden und wurden nach der Personalienfeststellung wieder entlassen. Wegen Solidaritätshandlungen anderer Teilnehmer musste die Polizei in 82 Fällen körperlichen Zwang anwenden, um die Identität feststellen zu können. Zudem läuft ein Strafverfahren gegen einen Mann aus Einbeck, der nichts mit den Versammlungen zu tun hatte, aber mehrmals den sogenannten „Hitlergruß“ gezeigt haben soll. Schon vor den Versammlungen war es in der Nacht zu Samstag außerdem in der Hägerstraße in Einbeck zu Farbschmierereien an Häuserfassaden gekommen. Auch wird aktuell ermittelt.